Konzept
Gründung einer Box-Sportschule
in Bayreuth
Der Boxsport selbst
ist, dank Henry Maske und vielen weiteren Athleten in Deutschland salonfähig
gemacht, fristet jedoch in Bayreuth leider immer noch ein gewisses
Schattendasein, was dem Interesse, das dem Sport entgegengebracht wird, nicht
annähernd gerecht werden kann. Die Erfolge lokaler Athleten (z. B. Lindow,
Schoberth) und die sportlichen Perspektiven blieben zwangsweise durch
ungenügende Ausbildungsmöglichkeiten und stark beschnittene Trainingszeiten
begrenzt. Die einzige angemessene Trainingsmöglichkeit bestand in der Nutzung
des Konditionsraumes des Sportzentrums (Anfängertraining: Dienstag und
Donnerstag, jeweils 19.30-21.3OUhr), wobei die Ausfallzeiten durch
Veranstaltungen in der Oberfrankenhalle erheblich waren (20-25-mal im Jahr).
Die ohnehin schon ungünstigen Trainingszeiten in den späten Abendstunden, die
mit dem normalen Biorhythmus des Sportlers sicher nicht in Einklang gebracht
werden konnten, sind außerdem dadurch noch verstärkt beschnitten worden, dass
durch die Mehrfachnutzung des Konditionsraumes, jeweils die nötigen
Trainingsgeräte und der komplette Boxring auf- und abgebaut werden müssen, um
anderen Athleten nicht den Raum zu nehmen.
Die verbleibende
Trainingszeit war dadurch so knapp bemessen, dass eine Unterteilung in
verschiedene Leistungsebenen (Anfänger, Fortgeschrittene, Wettkämpfer) nicht
mehr durchführbar war. Von einer angemessenen fachkundigen Betreuung konnte bei
diesen Rahmenbedingungen sowieso keine Rede sein.
Da jedoch ein
Nachwuchspotential mit dem nötigen Talent vorhanden ist, ist es dringend
erforderlich die Fehler, die Damals gemacht wurden, zu vermeiden und den Rahmen
für national bzw. international erfolgreiche Karrieren zu erschaffen.
Als kleines Beispiel sei hier der 18-jährige Anton Frank zu nennen, dessen
außergewöhnliches Talent sich an seinen bisher errungenen sportlichen Titeln
ablesen lässt (Bayrischer Meister, Süddeutscher Meister, 3. der DM), die er
ohne Erfahrung und die eigentlich notwendige Vorbereitung praktisch aus dem
Stegreif errang. Nur bei systematischer
und konsequenter Förderung derartiger Talente lassen sich jedoch beständige
Erfolge auch auf internationaler Ebene erzielen und die Leistung der Aktiven auf
Weltklasseniveau heben.
Der gezielte Aufbau
einer Bayreuther Boxstaffel, die sich nach einer geschätzten Anlaufzeit von
18-20 Monaten im Ligabetrieb etablieren würde, könnte der lokalen Misere im
Bayreuther Boxbetrieb ein Ende bereiten.
In Zusammenarbeit
mit bereits kontaktierten Boxveranstaltern (z B. Sauerland, Kohl) würde es dann
auch möglich sein, Profibox-Galas nach Bayreuth zu bringen und der Stadt im
sportlichen Bereich eine neue Facette in ihrer Entwicklung zu verleihen.
Gründung einer Sportschule
Der bereits beim
Registergericht Bayreuth eingetragene Verein für ,,Fitness und Kampfsport"
wird von den Gründern der Sportschule beim BLSV (Bayerischer
Landessportverband) angemeldet. Hierdurch ergibt sich die automatische Aufnahme
beim BABV (Bayerischer Amateurboxverband), wodurch die Möglichkeit zur
Teilnahme an Wettkämpfen und Fortbildungslehrgängen gewährleistet ist. Der
Trainingsbetrieb wurde seit Juni 2004 in der neuen Boxhalle St. Georgen 15 in
Bayreuth wieder aufgenommen. Der Boxclub ist Mieter der Halle.
Programm:
ü
Fitnessarbeit für
Freizeitsportler/innen
ü
Jugendarbeit mit spezieller
Talentförderung
ü
Wettkampfarbeit für Aktive im
Verein auf regionaler, überregionaler und nationaler Ebene
Organisation
eigener Wettkämpfe in Bayreuth
Hierbei werden
sowohl traditionelle Veranstaltungen im Auge behalten (z. B.
Wettkampfveranstaltung am Volksfest) als auch Wettkämpfe mit etablierten
Boxstaffeln anderer Städte und Bundesligakämpfe angestrebt.
Integration
von Jugendlichen durch Sport
Die Gewaltbereitschaft
von Jugendlichen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen.
Perspektivlosigkeit ist nur ein Grund von vielen, die zu dieser Entwicklung in
Deutschland geführt haben. Auch eine relativ kleine Stadt wie Bayreuth ist von
der zunehmenden Gewaltbereitschaft betroffen. Natürlich herrschen in Bayreuth
keine Verhältnisse wie in den USA, doch sollten Jugendliche, denen der soziale
Abstieg in der Gesellschaft droht, durch soziale Projekte eine Perspektive für
ihr zukünftiges Leben gegeben werden. Der 1. BC Bayreuth möchte durch die
Sportart Boxen jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich sportlich zu
betätigen. Dieses geplante soziale Projekt kann durch die Sportart Boxen
berufsfördernder, gesellschaftlicher als auch rein sportlicher Natur sein.
Den Jugendlichen
soll ein mögliches Hobby und vielleicht sogar ein möglicher Beruf vermittelt
werden. Durch eine langfristige und kontinuierliche Arbeit soll eine
erfolgreiche Gewaltprävention betrieben und den jungen Menschen Selbstvertrauen
gegeben werden.
Um eine
Zusammenarbeit zwischen dem 1. BC Bayreuth und der Stadt Bayreuth entstehen zu
lassen, sind folgende Punkte für das geplante gemeinsame Projekt sehr wichtig:
Marktsituation im Überblick
Gewaltprävention
Die Erfahrungen
unserer Trainer haben gezeigt, dass die Jugendlichen durch das Zusammenleben im
Verein lernen, sich bestens in die Gesellschaft einzuordnen. Orientierungslose
Jugendliche mit Gewalt, Aggressions- und Suchtproblemen sollen die Chance
bekommen, außerhalb ihrer bisherigen Umgebung neue Werte und eine bessere
Lebensstruktur zu erfahren und zu erlernen. Hierbei steht der Boxsport an der
Spitze einer Entwicklung, die noch längst nicht zu Ende ist.
Boxen ist
offensichtlich in idealer Weise dazu geeignet, die Grundstrukturen gewalttätigen Handelns (Körpereinsatz, Bewegung und
Ausagieren) nicht anzuprangern, sondern in Abläufe zu lenken, in denen sie ohne Abwertung und Demütigung anderer
auskommt. Gleichzeitig findet eine Gewöhnung an die sportlichen Regeln des Fairplay
statt und eine realistische Selbsteinschätzung wird gefördert. Elementar
wichtig ist, es wird eine Plattform geboten, die es den Jugendlichen auch
weiterhin ermöglicht, die eigene Stärke und den eigenen Selbstwert zu
demonstrieren.
Ein ähnliches
Projekt läuft seit 1999 in Kassel und wird von dem Boxtrainer Kannenberg
geleitet. Nach Aussagen der Polizei ist die Kriminalitätsrate bei den
Jugendlichen um 30 Prozent zurückgegangen.
Zielgruppen
Freizeitsportler
Bei dieser Zielgruppe
handelt es sich mit Sicherheit um den anzahlmäßig größten Teil der gesamten
Mitgliederzahl. Aus wirtschaftlicher Sicht natürlich auch die Grundlage eines
jeden Sportcenters bzw. einer jeden Boxschule. Das Angebot für diese Gruppe
umfasst neben der umfassenden Herz - Kreislaufförderung auch Box - und
Fitnessboxen, bis hin zu individuell zugeschnittenen Fitnessplänen, die
planmäßig diätetisch unterstützt werden können. (Die Beratungsfunktion steht
dabei je nach Zielsetzung im Vordergrund).
Damen
Damenboxen erfreut sich
in Deutschland zunehmender Beliebtheit (1. Deutsche Profiboxweltmeister Regina
Halmich). Wichtig ist dabei natürlich die Distanz zu unseriöser
Partyunterhaltung, die kaum Qualifikation einfordert. Auch in Bayreuth sind
bisher mehrere Anfragen von Studentinnen und interessierten Damen aus anderen
Lebensbereichen eingegangen. Sicherlich spielt hier neben dem sportlichen
Aspekt auch der Sicherheitsgedanke im Bereich des Selbstschutzes eine tragende
Rolle.
Managerboxen
Anfangs als reiner Stressabbau und als Ausgleich für vornehmlich sitzende
Büroarbeit gedacht, hat sich dieser Aspekt des Trainingsangebots inzwischen als
eigenständiger Sportzweig etabliert.
Der Effekt des Aggressionsabbaus und des Energiegewinnung zur Steigerung
der beruflichen Leistungsfähigkeit stehen dabei im Vordergrund. Der Vorteil
eines derartigen Sportangebotes liegt für die Interessierten sicherlich in der
individuellen Gestaltungsmöglichkeit der Trainingszeiten, die im Rahmen von
Einzel- bzw. Kleingruppenbetreuung problemlos durchgeführt werden kann.
Jugend- und Kindertraining
Für eine effektive Arbeit ist hier ein tägliches Trainingsangebot von
Nöten, so dass es dem jungen Sportler möglich wird, trotz anderweitiger schulischer
Verpflichtungen mindestens viermal pro Woche konsequent zu trainieren. Die
Talentfindung und -förderung steht gerade bei dieser Gruppe im Vordergrund und
nur durch Einteilung in diverse
Leistungs- und Altersgruppen kann
hier wirkungsvolle Arbeit geleistet werden.
Natürlich werden die jugendlichen Freizeitsportler nicht vernachlässigt,
denn heutzutage verbringen junge Menschen oft mehr Zeit vor dem Computer, als
berufstätige Erwachsene und finden hier den nötigen Ausgleich. Auch die
Sozialfunktion des Boxsports~ der einen ungefährlichen natürlichen
Agressionsabbau gewährleistet, darf nicht unterschätzt werden.
Selbstverteidigung und Selbstschutz
Ein explizit auf Frauen ausgerichtetes Programm, das sich mit praktischen
Techniken und Taktiken der Selbstverteidigung auseinandersetzt, um so das
Selbstvertrauen der jeweilig trainierenden Person zu festigen. Gerade bei
dieser Zielgruppe besteht im Bereich der Freizeitsportler die größte Nachfrage,
denn die vermittelte Sicherheit, im Notfall der Situation angemessen handeln zu
können und das Wissen, zum eigenen Selbstschutz fähig zu sein, ist für das so
genannte „schwache Geschlecht“ immer noch die beste Versicherung.
Wettkampfboxen
Aus allen bisher genannten Teilgruppen rekrutiert sich die Gruppe der Wettkampfsportler,
die sich durch besonderes Talent und den nötigen Ehrgeiz auszeichnen. Da in
dieser Gruppe die Priorität auf erfolgreicher Wettkampfteilnahme liegt, kann
man von relativ kleinen Leistungsgruppen ausgehen, die je nach Bedarf ein
tägliches Tainingspensum absolvieren müssen, welches sich auch auf die
Wochenenden erstrecken kann!
Ein speziell auf die Persönlichkeit des Athleten abgestimmtes
Trainingsprogramm, welches auch gezielte Ernährung berücksichtigen muss, ist
dabei unerlässlich.
Personalzusammensetzung und Qualifikation

Die Trainer:
Ø Gerhard
Schoberth
Erworbene Titel im Boxsport:
ü
1983 - 1995 Bayerischer Meister (bis
,88 im Mittel-, ab‘89 im Halbschwergewicht)
ü
1987, 1988, 1991 Deutscher Vizemeister (im
Mittel- bzw. Halbschwergewicht)
ü
1984, 1989 Deutscher Meister (,84 im
Mittel-, ,89 im Halbschwergewicht)
ü
1996 Deutscher Profimeister (im
Halbschwergewicht)
Als gelernter Elektromaschinenbauer
erwarb er 1981 den Übungsleiterschein und ist seitdem als Trainer im Rahmen des
1. FCB tätig.
In seiner Funktion als Initiator der
Sportschule plant er, seine ganze Zeit und Energie in die Unternehmung zu
stecken.

Ø
Dr. Olaf Baack
ü
Facharzt für Unfallchirurgie
ü
Internationaler Ringarzt
Langjähriger Trainer in verschiedenen
Vereinen
Der Vorstand:
Friedhelm Esch Vorsitzender Unternschreezer
Str. 86 95448 Bayreuth
Tel:
09201/888 oder 0921/2802100
Mobil:
01758395438
Esch-Bayreuth@t-online.de
Barbara
Kern stv. Vorsitzende St. Nikolaus Str. 22 a, 95445
Tel:
09217931770
Margrit
Hagen Schriftfüherin Pommernstr.
23, 95447 Bayreuth
Christian Gohlke
Kassier Bühlstr. 5, 95028
Bayreuth